Feministische (T)Räume in Kolumbien und Südafrika

Feministische (T)Räume in Kolumbien und Südafrika

Gegen das Patriarchat, für ein selbstbestimmtes Leben: Ein Bericht über widerständige Praktiken in Kolumbien und Südafrika.

26.01.2023

Kolumbien

Hauptstadt: Bogotá
Sprachen: Die offizielle Amtssprache ist Spanisch.
Einwohner:innen: 50,9 Mio. 

Südafrika

Hauptstadt: Pretoria
Sprachen: In Südafrika gibt es 11 offizielle Amtssprachen – Afrikaans, Englisch, Süd-Ndebele, isiXhosa, isiZulu, Nord-Sotho, Sesotho, Setswana, Siswati, Tshivenda und Xitsonga.
Einwohner:innen: 60,1 Mio. 

Schon gewusst?

Friedensabkommen

  • 2012 – 2016: Nach fast 70 Jahren andauerndem Konflikt zwischen Guerilla-Gruppen, Paramilitärs und Regierung wird ein Friedensabkommen ausgehandelt. Dieses beinhaltet eine umfassende Genderperspektive für einen nachhaltigen Friedensprozess.1
  • 2016: Referendum über Friedensvertrag: Die knappe Mehrheit lehnt diese Version des Vertrags ab. Das hat (u.a.) die Abschwächung von Genderelementen zur Folge.2

Paro Nacional (Nationalstreik)

  • Die kolumbianischen Proteste 2019-2021 waren eine Reihe von Demonstrationen, die am 21. November 2019 begannen.
  • Hunderttausende Kolumbianer*innen demonstrierten aus verschiedenen Gründen: Gegen die extreme Einkommensungleichheit, Korruption, Polizeibrutalität, Gewalt gegen Frauen und LGBTIQA*, verschiedene von der rechten Regierung Iván Duques vorgeschlagene wirtschaftliche und politische Reformen, sowie für die Einhaltung des Friedensabkommens.3
  • Angetrieben durch die Covid-19 Pandemie, kam es im April 2021 zu einer erneuten Welle an Protesten gegen Steuererhöhungen, Korruption und die von der Regierung von Präsident Iván Duque angestrebte Gesundheitsreform. Auf die Proteste antwortete die Regierung mit extremer Repression, so dass vor allem durch die Sondereinheit für Aufstandsbekämpfung „ESMAD“ in wenigen Wochen systematisch Menschenrechtsverstöße an der Zivilbevölkerung begangen wurden.
  • Seit den 1950-er Jahren privilegierte die damalige Regierung die weiße gegenüber der nicht-weißen Bevölkerung: Apartheid bezeichnet diese Politik der „Rassentrennung“, die bis 1991 vorherrschte. Dabei wurde der Schwarzen Bevölkerung der Zugang zu u.a. staatlichen Institutionen, Politik, Bildung, Arbeit und Rechtsprechung, ihre Bürger*innenrechte sowie Bewegungs- und Wohnfreiheit genommen.4
  • Während des Apartheidregimes gab es viele Unruhen und Aufstände der Schwarzen Bevölkerung, die mit friedlichen Mitteln des zivilen Ungehorsams begannen, später allerdings auch einen bewaffneten Flügel beinhalteten.5
  • Mit dem Ende des Regimes 1994 und den ersten freien Wahlen für die gesamte Bevölkerung ging die Hoffnung auf grundlegende politische, gesellschaftliche und ökonomische Veränderung einher. Nach dem Ende der Apartheid wurde eine Kommission für Wahrheitsfindung und Aussöhnung eingerichtet.6
  • Dennoch sind die Auswirkungen der Apartheid weiterhin strukturell verankert: Vermögen, gesellschaftliche Ressourcen und die neuere Geschichte Südafrikas sind noch immer zutiefst von Rassismus geprägt. Immer wieder gibt es Demonstrationen und Proteste, u.a. bezüglich des Ausmaßes der sexuellen Gewalt, der schlechten Gesundheitsversorgung und weiterhin bestehenden sozialen Ungleichheiten.7

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„Wir sind die Enkel*innen der Hexen, die ihr nicht verbrennen konntet!“ © María Fernanda Morales Gonzalez

Feminismen, das sind oft die Suchen nach einer Antwort auf die Probleme einer ungerechten Welt. Vielfältig und bunt sind diese Antworten, aber auch widersprüchlich und verzwickt. Und gleichzeitig fühlt man sich im Austausch mit anderen Feminist*innen oft seltsam vertraut und verstanden. Vertraut, weil wir alle patriarchale, heteronormative Gewalt erfahren und dagegen Widerstand leisten. Bunt, weil der Widerstand unterschiedlicher nicht aussehen könnte und doch ein gemeinsames Ziel hat: Die Transformation der jeweiligen Gesellschaften, in denen wir leben. Aber welche Widerstände begegnen uns und wie sieht feministischer Protest eigentlich in Kolumbien und Südafrika aus?

Dieser Frage sind wir in unserem Forschungsprojekt „Conflicting Genders“ (2020-2021) in Fokusgruppengesprächen mit Aktivist*innen begegnet. Gesprochen haben wir mit südafrikanischen Aktivist*innen des queeren Archivs GALA, und der Organisation Embrace, die geschlechtsbasierte Gewalt bekämpft. Aus Kolumbien begleiteten uns das feministische grassroots Kollektiv Tamboras Insurrectas, das studentisch-feministische Kollektiv Red Amaranta sowie einzelne feministische und queere Aktivist*innen. Der folgende Artikel spiegelt ihre Ansichten in Verbindung mit unseren Perspektiven aus Deutschland wider. Basierend auf diesen partikularen und konkreten Erzählungen möchten wir im Folgenden, anstelle einer Forschungsfrage, drei Thesen aus dem umfangreichen Material vorstellen:

1) Obwohl Intersektionalität und Inklusivität in feministischen Kämpfen mitgedacht werden, bleibt Mobilisierung gekennzeichnet durch die globale Kontinuität von Diskriminierung, geschlechterbasierter und sexualiserter basierter Gewalt (im Folgenden abgekürzt als GBV) und Femi(ni)ziden.

2) Feministischer Aktivismus bewegt sich in einem Spannungsfeld umkämpfter Räume. Einerseits erleben (queer)feministische Akteur*innen eine Ausgrenzung ihrer Themen als zweitrangige bzw. inkompatible Ansätze im Hinblick auf gesamtgesellschaftliche Fragen. Andererseits erkämpfen sie sich Sichtbarkeit und Präsenz durch die Einnahme von Räumen.

3) Trotz einer fortschrittlichen Gesetzgebung sind diskriminierende und misogyne Lebensrealitäten allgegenwärtig. Queerfeministische Akteur*innen nutzen daher vielfältige Formen des Aktivismus, mit dem Ziel, letztlich die Gesellschaft und ihre kollektiven Vorstellungswelten grundlegend zu verändern.

1. Nährboden für GBV: patriarchale, konservative Gesellschaften

Eingeklemmt zwischen der rechtsextremen Partei „Alternative für Deutschland“ (AFD) und der Abtreibungsdebatte über den noch immer nicht abgeschafften Paragraph 218a, konnten wir es fast instinktiv nachvollziehen: das Gefühl, sich in feministischem Protest am Patriarchat die Zähne auszubeißen. Wir wollen an dieser Stelle nicht das Ausmaß geschlechtsbezogener und sexualisierter Gewalt in Deutschland, Kolumbien und Südafrika gleichsetzten. Die unterschiedlichen Länderkontexte und Dimensionen von Gewalt sind unbedingt in die Analyse mit aufzunehmen. Trotzdem spürten wir in diesem virtuellen Raum wieder einmal, dass der Kampf für eine emanzipatorische und offene Gesellschaft in einem konservativen und patriarchalen System mühsam ist. Das Wissen darüber, verband uns alle miteinander.

So gehen jeder Veränderung im Denken unzählige Gespräche und Proteste voran, jede Gesetzesänderung ist hart er- und umkämpft. Aber es braucht diese Proteste und Kämpfe, da Frauen und LGBTIQA*8 immer noch sexuell missbraucht und getötet, und somit Betroffene geschlechtsbasierter Gewalt und Misogynie werden.

Als Nährboden dieser Gewalt zeichnen unsere Gesprächspartner*innen konservative südafrikanische und kolumbianische Gesellschaften nach. Lee-Anne beschreibt Südafrika als

eine sehr konservative Gesellschaft. Wir sind keineswegs so liberal wie zum Beispiel Europa, obwohl unsere Verfassung sehr fortschrittlich ist. […] Ich würde einfach sagen, dass die Mehrheit der Südafrikaner*innen von ihren traditionellen und religiösen Vorbildern beeinflusst wird. Und das ist alles sehr konservativ. Ich meine, Polizeibeamte denken immer noch, dass Prostituierte nicht vergewaltigt werden können, dass es einfach nicht möglich ist. 

(übersetzt, Fokusgruppengespräch 3, Lee-Anne, 00:56:58 ff.)

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Während es auf dem Papier viele Gesetzte und Programme für eine umfassende Gleichstellung gibt und die feministische Bewegung in den letzten Jahrzehnten einige Erfolge gefeiert hat, wird der Alltag sowohl von den kolumbianischen als auch von den südafrikanischen Teilnehmenden, weiterhin als sehr patriarchal erlebt. Die drastischste Machtdemonstration dieser patriarchalen Ordnung ist dabei sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt.

Gleichstellungspolitik

Kolumbien

Das kolumbianische Quotengesetz aus dem Jahr 2000 legt fest, dass mindestens 30 % der Spitzenpositionen in der öffentlichen Verwaltung mit Frauen besetzt sein müssen, während das Wahlreformgesetz von 2011 vorsieht, dass bei Wahlen mindestens 30 % der Kandidat*innen auf den Parteilisten Frauen sein müssen. Im März 2013 verabschiedete die kolumbianische Regierung eine nationale Politik zur Gleichstellung der Geschlechter (CONPES 161), die darauf abzielt, die Gleichstellung und Nichtdiskriminierung von Frauen zu gewährleisten. 2010 war Kolumbien das erste Land, das den wirtschaftlichen Beitrag unbezahlter Betreuungsarbeit mit der Verabschiedung eines Gesetzes (Gesetz 1413) offiziell anerkannte. Der Nationale Entwicklungsplan 2018-22 enthält ein ganzes Kapitel über Frauenrechte, das sich auf drei Dimensionen stützt: die wirtschaftliche und die politische Dimension sowie körperlichen Unversehrtheit, was auch Gewalt gegen Frauen umfasst.9

Südafrika

In der Verfassung ist seit 1997 eine „Politik der Gleichstellung“ verankert. Das Parlament reformierte außerdem das Eherecht, erließ Gesetze gegen Gewalt und Diskriminierung am Arbeitsplatz und entwickelte staatliche Strukturen, die eine diesbezügliche Kontroll- und Beobachtungsfunktion einnehmen, wie beispielsweise die Commission for Gender Equality.10

Laut der UN Women – Global Database on Violence against Women haben 18,3 % der kolumbianischen, 86 % der südafrikanischen und 3% der deutschen Frauen in den letzten 12 Monaten sexuelle oder physische Gewalt durch ihren Partner erlebt.11,12,13 Daten zu Femi(ni)ziden, sexueller Gewalt außerhalb von Partner*innenschaften und Gewalt gegen LGBTIQA* sind dabei leider schwer zu vergleichen, dürfen an dieser Stelle aber nicht unerwähnt bleiben. Dennoch ist anzumerken, dass Statistiken zu geschlechtsbasierter Gewalt auf Grund hoher Dunkelziffern, uneinheitlicher Definitionen, unterschiedlicher Melde-, Aufzeichnungs-, sowie Strafverfolgungs- und Verurteilungsquoten, generell mit Vorsicht zu behandeln sind.

Bereits vor der Pandemie galt Südafrika als eines der Länder mit den meisten Vergewaltigungen weltweit. So hat die Polizei 2015 und 2016 mehr als 50.000 Sexualdelikte aufgenommen – im Durchschnitt 85 pro Tag. In der ersten Woche des Lockdowns im Frühjahr 2020 meldete der südafrikanische Polizeidienst 2.300 Notrufe im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt. Gewalt kommt dabei primär von Angehörigen des eigenen Haushalts. Nur ca. acht Prozent der Anzeigen führt zu einer Verurteilung.14

Geschlechterverhältnis als Machtverhältnis: Durchsetzung von Macht durch GBV

Auch unsere Gesprächspartner*innen berichten von verschiedenen Momenten, in denen sexuelle Gewalt erlebt wurde. Deutlich wird, dass diese Ausübung der Gewalt der Aufrechterhaltung eines patriarchalen, konservativen und anti-emanzipatorischen Systems dient. So berichten alle Gesprächspartner*innen immer wieder von Übergriffen in verschiedenen gesellschaftlichen Räumen wie der Familie und den Beziehungen, der Universität, auf den Straßen oder durch die Polizei. In diesem Kontext gestaltet sich das Durchsetzen der eigenen Rechte als schwierig oder gar unmöglich, da Polizei und Justiz geschlechtsspezifische Gewalt nicht mit der notwendigen Konsequenz behandeln und wiederum selbst zu Täter*innen institutioneller GBV werden.

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In Kolumbien ist es im Allgemeinen sehr schwierig, diese Beschwerden an die Justiz weiterzuleiten. Es fängt schon bei der Person, die Opfer des Falles wurde, an; die sind oft sehr unwillig. Und es gibt eine Menge Tricks und Probleme, angefangen bei der Polizei, die oft […] die Betroffenen lächerlich macht oder die Beschwerden nicht ernst nimmt.

(übersetzt, Fokusgruppengespräch 2, Valentina, 00:14:29 ff.)

Durch diesen systematischen Täter*innenschutz und das Diffamieren der Betroffenen wird die gesellschaftliche Macht erneut zementiert. Das patriarchale Machtgefälle des Geschlechterverhältnis hat langfristige körperliche, psychische und ökonomische Auswirkungen, die Frauen und LGBTIQA* an einer gleichberechtigten und umfassenden Teilhabe am gesellschaftlichen Leben hindern.

GBV als strukturelles Problem, welches kollektive Verantwortungsübernahme und Protest braucht

Hier zeigt sich, dass sexualisierte Gewalt ein strukturelles Problem bleibt, das vor keinem gesellschaftlichen Raum Halt macht. Deutlich wird dies, wenn Valeria von sexualisierter Gewalt innerhalb linker Straßenproteste und einem Ausschluss feministischer Themen berichtet, aber auch wenn Siya ableistische und transfeindliche Positionen innerhalb feministisch arbeitender Gruppen anprangert.

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Jetzt geht es in den feministischen Bewegungen weltweit um Gleichberechtigung. Es geht um sexuelle und reproduktive Gesundheit. Und sie fordern den Zugang zu denselben Privilegien, die auch die männliche Bevölkerung genießt. Und ich würde sagen, wenn es um Trans-communities und diejenigen mit diverser Geschlechtsidentität geht,, z. B. nicht-binäre Personen, Menschen, die sich nicht unbedingt als männlich oder weiblich identifizieren, werden diese oft an den Rand gedrängt oder von ihren Gemeinschaften ausgegrenzt und diskriminiert. Und ich würde sagen, dass im globalen Sinne das elementarste und kritischste Element in der Narrative von Trans-Sein und Gender-Nonkonformität die durchgängige Anwendung von Gewalt ist, also Gender Based Violence/Femizid.

(übersetzt, Fokusgruppengespräch 1, Siya, 00:50:02)

Siya betont, dass die Trans*Community in Südafrika immer Seite an Seite mit feministischen Bewegungen gekämpft hat, da das gemeinsame Ziel – gleiche Rechte für alle – an erster Stelle steht. Unsere Gesprächspartner*innen verstehen ihre Feminismen als Gesellschaftskritiken: Feminismus soll die Dominanzgesellschaft verändern und ein Gegenvorschlag zur aktuellen Gesellschaftsordnung sein. Für den Kampf gegen geschlechtsbasierte Gewalt wünschen sich unsere Gesprächspartner*innen daher eine gesamtgesellschaftlich-kollektive Verantwortungsübernahme. Das heißt auch, dass das gesamte System, in dem die Gewalt stattgefunden hat, Verantwortung für Betroffene, die Gewalt ausübende Person und die Strukturen übernehmen muss, die die Gewalt ermöglicht haben.

Die verschiedenen Beispiele unserer Gesprächspartner*innen und nicht zuletzt unser eigenes Erleben der Thematik in Deutschland zeigen uns: Sexualisierte Gewalt wirkt intersektional in und auf verschiedene Räume und versucht die gesellschaftliche (patriarchale) Ordnung gegenüber Frauen und LGBTIQA* gewaltvoll durchzusetzen. Dadurch bleibt das Thema ein zentraler Mobilisierungsfaktor für feministischen Protest und bringt verschiedene Akteur*innen zu gemeinsamem Kampf auf die Straße. Zur Bekämpfung wünschen unsere Gesprächspartner*innen und wir uns ein gesamtgesellschaftliches Umdenken und Engagement zur Veränderung der politischen Zustände, die Unterdrückung und Gewalt fördern. Und somit sehen wir in der hohen Mobilisierungskraft der Gewalt zum Trotz einen Hoffnungsschimmer feministischer Veränderung.

Kolumbien
Das kolumbianische Verfassungsgericht hat im Februar 2022 Schwangerschaftsabbrüche legalisiert. Laut der Entscheidung sind Abtreibungen bis zur 24. Schwangerschaftswoche legal. Bisher waren solche Eingriffe nur erlaubt, wenn das Leben der Mutter in Gefahr war, der Fötus lebenseinschränkende Missbildungen aufzeigte oder die Schwangerschaft das Resultat einer Vergewaltigung war. Ein barrierearmer Zugang zu Informationen und medizinischer Versorgung lässt jedoch noch auf sich warten.15

Südafrika
Abtreibung ist in Südafrika seit dem Ende der Apartheid legalisiert. Frauen können in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft, danach aus medizinischen Gründen mit Zustimmung medizinischen Personals abtreiben. Allerdings bleibt der Zugang zu Informationen und sicheren Eingriffen weiterhin begrenzt, auch wegen einer allgemein mangelnden Gesundheitsversorgung.16,17

2. Ein Spannungsfeld umkämpfter Räume

Der Aktivismus unserer Teilnehmenden bewegt sich in einem Spannungsfeld umkämpfter Räume. Auf der einen Seite droht stets die Ausgrenzung feministischer Themen und Meinungen und eine Einstufung als zweitrangig oder konkurrierend zu gesamtgesellschaftlichen Kämpfen. Auf der anderen Seite erkämpfen sich Aktivist*innen Sichtbarkeit und Mitsprache durch die aktive Einnahme von (Protest-)Räumen.

Ausschluss aus Protesträumen

Der Mechanismus der Ausgrenzung nimmt multiple Formen an. Wie zuvor beschrieben, zeigt sich die Ausgrenzung in der Omnipräsenz sexualisierter Gewalt gegen Frauen und LGBTIQA*. In breiten linken Bewegungen wie bei den studentischen Protesten in Südafrika 2015/16 und den Nationalstreiks seit 2019 in Kolumbien wiederholt sich die historische Erfahrung der Negation patriarchaler Strukturen als entscheidende Kategorie sozialer Ungerechtigkeit. Auch heute wird die feministische Perspektive stets den sozialistischen Forderungen untergeordnet, erklärt Valeria aus dem studentisch-feministischen Kollektiv Red Amaranta in Kolumbien. Zu dieser Ausgrenzung von Meinungen gesellt sich darüber hinaus die Anschuldigung, die Bewegung zu spalten: „Wenn wir Frauen sprechen wollen […] verwandeln wir uns in Spalterinnen. Immerzu wird uns gesagt, dass wir die Bewegung spalten (würden)“ (übersetzt, Fokusgruppengespräch 1, Luisa, 01:48:13 ff).

Ausschluss, erklären unsere Teilnehmenden aus Kolumbien, wird auch in linken und vermeintlich feministischen Räumen mittels Anwendung sexualisierter Gewalt vollzogen. Diese Erfahrung machten Frauen in den Nationalstreiks in Kolumbien im Frühjahr 2021: „Die Körper der Frauen […] werden weiterhin unterdrückt, sie werden weiterhin vergewaltigt, aber der Protestanlass ist sozusagen wichtiger.“ (übersetzt, Fokusgruppengespräch 1, Luisa, 01:47:22). Wenngleich unsere Gesprächspartner*innen von unterschiedlichen Ausmaßen der Gewalt in (linken) Räumen berichten, führt der Mangel an safe spaces für Frauen und Queers* zu der Notwendigkeit, aus den feministischen Bewegungen heraus eigene, sichere (Protest-) Räume zu schaffen.

Einnahme des öffentlichen Raums

Dieser Verdrängung treten Frauen und Trans*Personen in beiden Ländern aktiv durch die Einnahme öffentlicher Räume entgegen. Performances aus der Trans* community bezwecken nicht nur Empowerment für die Performenden. Indem anhand des Einsatzes der Körper mit (Geschlechter-)Rollen gebrochen wird, wirkten besonders die Interventionen im Rahmen der Nationalstreiks in Kolumbien in den letzten zwei Jahren auf die öffentliche Meinung ein. Ein beeindruckendes Beispiel war die Vogue-Performance, die als Video kolumbien- und weltweit viral ging.

In einer anderen Form der Einnahme öffentlicher Räume zogen im August 2020 ca. 20.000 feministische Aktivist*innen mit einer Petition gegen GBV und Femi(ni)zide vor das südafrikanische Parlament in Pretoria, um Druck auf die Regierung aufzubauen. Eine dritte Form der feministischen Raumnahme findet in sozialen Netzwerken statt. Hier werden Erfahrungen geschlechtsspezifischer Gewalt kundgetan, so dass ein Raum der Bewusstseinsschaffung und Bildung kreiert wird. Außerdem schildert Lee-Anne von Embrace, finden gerade Betroffene in Situationen partnerschaftlicher oder pandemiebedingter Isolation online einen leichteren Zugang zu einer digitalen Gemeinschaft sowie unterstützenden Peers.

Diskursive Räume und Straßenprotest als safe space

Einen sicheren Raum erfährt Valentina hingegen in einer solidarischen Gemeinschaft in separatistisch-feministischen18 Räumen in Bogotá. Anstatt den öffentlichen Raum als misogyn geprägten, gefährlichen Ort für Frauen und Queers hinzunehmen, wird für das Ereignis eines Straßenprotests ein diskursiver Raum geschaffen, in dem marginalisierten Gruppen „oppositionelle Interpretationen ihrer Identitäten, Interessen und Bedürfnisse (…) formulieren“.19 Die Notwendigkeit für solch diskursive Räume ergibt sich nicht zuletzt aus dem Versagen staatlicher Institutionen, so dass Frauen und trans*Personen selbstständig und solidarisch eigene sichere Netzwerke und Räume schaffen (müssen). Mit der kollektiven Raumnahme schaffen die Protestierenden des Straßenprotests in Bogotá eine Möglichkeit, einen Raum des gewaltfreien Empowerments zu erleben. In diesen Räumen setzen Valentina und ihre Mitstreitenden damit eine feministische Utopie der Freiheit und Sicherheit um und erschließen die Bedingung zur weiteren Ausformulierung von Interessen und Auslebung ihrer eigenen anti-patriarchalen Identitäten.

© Mariana Reina, instagram: mar.iana_rv

Letztlich zeigen unsere Gespräche, dass Frauen und trans*Personen aktiv an breiten sozialen Bewegungen und Mobilisierungen teilnehmen. Oftmals erfahren sie dabei jedoch Exklusion und werden unsichtbar gemacht, sobald sich die Bewegung in politische Aushandlungsräume begibt. Diese Erfahrung stellt feministische Gruppen immer wieder vor die Frage, ob es zwischen der Unterstützung breiter sozialer Bewegungen und der Umsetzung feministischer Forderungen einen Widerspruch gibt. Denn zu oft werden feministische Aktivist*innen in die Ecke sogenannter „Frauen-Fragen“ gedrängt. Und trotzdem sehen unsere Gesprächspartner*innen darin wiederum den Anlass, jede Ecke gesellschaftlichen Protests einzunehmen: „Die Aufgabe besteht vielmehr darin, dass feministische Frauen an Szenarien der sozialen Mobilisierung teilnehmen und die [feministischen] Anliegen vorantreiben.“ (übersetzt, Fokusgruppengespräch 2, Valeria, 01:17:18 ff). Die Bandbreite des Aktivismus unserer Gesprächspartner*innen ergibt, dass feministische Bewegungen auf der einen Seite eine strategische Besinnung auf eigene, spezifisch feministische Agenden vornehmen, um ihre Ziele konzentriert umzusetzen. Auf der anderen Seite resultiert die Erfahrung des Ausschlusses aus breiten sozialen Protesten für Valeria und Valentina in dem Ziel, die größeren Bewegungen zu durchdringen: „[…] unser Anspruch ist es, Teil der allgemeinen gesellschaftlichen Mobilisierung zu sein.“ (übersetzt, Fokusgruppengespräch 2, Valeria, 01:19:58 ff).

3. Wandel als Ziel: Kreativer Protest und Utopie

In dieser Einnahme von größeren Protesträumen und eigenen Aktionen nutzen unsere Gesprächspartner*innen vielfältige Formen des Aktivismus. Dabei wird ihr Protest insbesondere vor dem Hintergrund diskriminierender, patriarchaler Realitäten von dem Wunsch nach Wandel motiviert. Siya spricht von ”der entscheidenden Rolle von Protest in Erzählungen von Wandel” (übersetzt, Fokusgruppengespräch 4) und der Notwendigkeit neue Narrative und Utopien zugänglich zu machen und zu teilen: Intersektionale, feministische Aktivist*innen verfolgen das Ziel grundsätzlichen Wandels in der Gesellschaft um ein Ende der weiterhin bestehenden diskriminierenden und misogynen Lebensrealitäten zu erreichen.

Fortschrittliche Gesetzgebung, patriarchale Lebensrealitäten

Trotz fortschrittlicher Gesetzgebung sind diskriminierende und misogyne Lebensrealitäten allgegenwärtig – unsere Gesprächspartner*innen beschreiben Alltage geprägt von Sicherheitsbedenken, Ausschlussverfahren, und den Anstrengungen gegen Diskriminierung und konservative Gesellschaften anzukämpfen:

Und das machte vor allem darauf aufmerksam, dass die verfassungsmäßigen Rechte, für die Südafrika so hart gekämpft hat, nicht in gleichem Maße für Männer und Frauen gelten. (…) Das Problem ist die Umsetzung. Die Regierung und die südafrikanische Gesellschaft sind noch nicht so weit wie unsere fortschrittliche Verfassung es ist.

(übersetzt, Fokusgruppengespräch 3, Lee-Anne, 00:04:00)

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Rechte sexueller Minderheiten

Kolumbien

  • Seit 2013 erlauben staatliche Behörden die gleichgeschlechtliche Ehe. Seither können gleichgeschlechtliche Paare auch nicht-leibliche Kinder gemeinsam adoptieren.20
  • 2022 wurde die Kategorie „nicht-binär“ in Ausweisdokumente aufgenommen.

Südafrika

  • Als fünftes Land der Welt führte Südafrika bereits 2006 die gleichgeschlechtliche Ehe ein.21
  • Die südafrikanische Verfassung war die erste weltweit, die eine Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung verbot. 1998 verabschiedete das Parlament dann ein Gesetzt, das Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung am Arbeitsplatz verbot.

Ziel: Grundsätzlicher Wandel

Unsere Gesprächspartner*innen betonen wiederholt die Notwendigkeit von grundsätzlichem Wandel und positionierten dieses Ziel als zentral in ihrem Aktivismus. Statt (nur) einem suggerierten Wandel auf Gesetzesebenen, geht es darum Geschlechterungerechtigkeiten sichtbar zu machen und somit gesellschaftlichen Wandel auf allen Ebenen sowie ein Aufbrechen des Bestehenden zu bewirken: „Der Kern unserer Arbeit besteht darin, Veränderungen zu provozieren, manchmal zu inspirieren, manchmal zu erzwingen“ (übersetzt, Fokusgruppengespräch 1, Siya, 00:38:48).

Auch deshalb werden immer wieder aktiv Räume eingenommen, wie in Abschnitt 2 diskutiert, – um durch den Schock auf der Straße oder die Präsenz feministischer Aktivist*innen in größeren Bewegungen Aufmerksamkeit zu gewinnen und langfristig Verständnis und Umdenken zu erzeugen. Diana betont, dass durch diese Unterbrechung des öffentlichen Raumes in Kombination mit Kunst und Bildungsprozessen neue Vorstellungswelten geschaffen werden können:

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Und sie bricht [gewaltfrei] in den öffentlichen Raum ein und erzeugt eine Wirkung auf die Leute, die uns zusehen, mit Themen, die in einer Gesellschaft, die so eindeutig konservativ ist wie die kolumbianische, nicht so lustig sind. Ich glaube, dass wir durch Kunst und diese pädagogischen Prozesse die Vorstellungswelten der Menschen verändern können.

(übersetzt, Fokusgruppengespräch 1, Diana, 01:30:27)

Diverse Gruppen, diverse Blickwinkel

Entsprechend nutzen unsere Gesprächspartner*innen vielfältige Formen des Aktivismus, weit über Protest in Form einer Demonstration hinaus. Dabei suchen sie aktiv die Auseinandersetzung mit Andersdenkenden. In diesen Formen feministischen Protests lassen unsere Gesprächspartner*innen so ihre Vorstellungen und Utopien bereits Wirklichkeit werden. Um eine breite Unterstützung zu haben, versuchen die Aktivist*innen beider Länder diverse Gruppen mit einzubeziehen, geprägt von einem Verständnis für verschiedene Blickwinkel auf die Welt und dafür, „dass es wichtig ist, sich an die Stimme anderer Menschen zu erinnern, die von woanders kommen“ (übersetzt, Fokusgruppengespräch 2, Diana, 01:05:20). In Südafrika bezieht Lee-Anne Männer in ihre Arbeit mit ein, um alternative Männlichkeiten zu konstruieren:

Der Zweck hinter der Kampagne ist auch, Männer endlich in das Gespräch über geschlechtsspezifische Gewalt und Femizid einzubeziehen. Das folgt der Erkenntnis, dass, obwohl Frauen die überwiegenden Opfer sind, es eben Männer sind, die die überwiegenden Täter geschlechtsspezifischer Gewalt sind.

(übersetzt, Fokusgruppengespräch 3, Lee-Anne, 00:35:20)

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Kreativität als Katalysator, Musik als Protestform

Quelle: GALA_archive auf Instagram

Neben “klassischen” Protesten wie Petitionen und Gesetzesvorschlägen, nutzen unsere Gesprächspartner*innen Kreativität, Kunst und Symbole als Katalysatoren von Wandel und Überbringer von Botschaften. Dies beinhaltet unter anderem Musik, bestimmte Farben in Protesten, Social Media Arbeit, Kurzgeschichten und Gedichte. GALA in Südafrika, beispielsweise, erfasst und bewahrt als Archiv Geschichten queerer Menschen und gibt ihren Stimmen und Narrativen Sichtbarkeit und Raum. Der intersektionale Aktivismus unserer Gesprächspartner*innen „kombiniert Kunst und advocacy einzigartig“ (übersetzt, Fokusgruppengespräch 3, Lee-Anne, 00:45:20) mit politischen, feministischen Forderungen und Utopien. So nutzen beispielsweise die Tamboras Insurrectas in Kolumbien Musik in der Form von Trommeln und verbinden durch diese unterschiedliche Menschen:

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Ich zumindest habe das Gefühl, dass die Menschen anders reagieren, wenn dies durch Musik geschieht. Weil die Trommel, weil die Musik transversal ist, das heißt, es kann sein, dass jemand nicht weiß, was er singt, und es dann später bemerkt.

(übersetzt, Fokusgruppengespräch 2, Diana, 01:30:27)

Auch durch die geschaffenen safe spaces, ebenso wie die horizontalen, autonomen und selbstverwalteten Kollektive in denen einige unserer Gesprächspartner*innen aktiv sind, kreieren sie Alternativen zu herrschenden Gesellschaftsstrukturen. So zeigen sie anderen Möglichkeiten zu Veränderung, zum Wandeln und das Wirklichkeit-werden feministischer Ideen und Utopien.

Letztendlich verfolgen unsere Gesprächspartner*innen das Ziel, ihre Gesellschaften und deren kollektive Vorstellungswelten grundlegend zu verändern. Dafür nutzen sie vielfältige Formen des Aktivismus, in denen sie kreativ und inklusiv versuchen, diverse Menschengruppen zu erreichen und diesen neue, andere Narrative möglich zu machen.

Fazit

Auf unsere Frage, wie feministischer Protest und Widerstand aussehen kann, konnten wir keine einhellige Antwort finden, aber zumindest viele Facetten einer Antwort aufzeigen. Dass die Beantwortung unserer Frage so komplex ist, mag den vielen Räumen geschuldet sein, an denen Feminist*innen für eine gerechtere Welt kämpfen. Der Kampf für einen selbstbestimmten Umgang mit dem eigenen Körper und gegen sexualisierte Übergriffe kann genannt werden, ebenso aber auch das fortwährende Engagement gegen konservative Backlashs. Hier setzen unsere Gesprächspartner*innen fortwährend Zeichen, Kreativität und Mobilisierung gegen die patriarchale Struktur und für ihre feministischen Utopien. Auch diese Vielfalt an widerständigen Praktiken und der intersektionale Raum, in dem sich unsere Gesprächspartner*innen bewegen, zeigen uns, dass eine Antwort vielfältig sein muss. Dies zeigt uns aber auch, warum eine Beantwortung der Frage doch möglich ist: Feministischer Protest lebt vom Austausch mit anderen Feminist*innen. Uns alle verbindet der Wunsch nach einer gerechteren Welt.

Autor:innen
Elisabeth Winterer, Carlotta Rudolph und Hannah Tegtmeier

Quellen

  1. Von Gall, A. (2017, 3. August). Kolumbien als feministische Vorreiterin – leider nicht in der Praxis. Gunda Werner Institut. https://www.gwi-boell.de/de/2017/08/03/kolumbien-als-feministische-vorreiterin-leider-nicht-der-praxis
  2. Oettler, A. (2021). Gender und der überfrachtete kolumbianische Frieden. Zeitschrift für Friedens-und Konfliktforschung, 10(1), 103-126.
  3. Henkel, K. (2021, 7. Juli). Kolumbien: „Diese Regierung ist absolut nicht verhandlungsbereit“. Heinrich Böll Stiftung. https://www.boell.de/de/2021/07/07/kolumbien-diese-regierung-ist-absolut-nicht-verhandlungsbereit
  4. Schubert, Klaus/Martina Klein (2020). Das Politiklexikon. 7., aktual. u. erw. Aufl. Bonn: Dietz 2020. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung. https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/17083/apartheid/
  5. Von Soest, Christian (2020). Südafrika. In: Kriege und Konflikte. Bundeszentrale für politische Bildung. https://www.bpb.de/themen/kriege-konflikte/dossier-kriege-konflikte/54809/suedafrika/
  6. Von Soest, Christian (2020). Südafrika.
  7. Heinrich Boell Stiftung (2020). Südafrika 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid. https://www.boell.de/de/suedafrika-25-jahre-nach-dem-ende-der-apartheid
  8. LGBTIQ* steht für die englische Abkürzung von „Lesbians, Gays, Bisexuals, Transgender, Intersex & Queers“ (deutsch: Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und Queers). Das Sternchen wird dabei als Öffnung und Platzhalter für weitere, nicht benannte Identitäten hinzugefügt. Es gibt aber auch zahlreich andere lokale und indigene Selbstdefinitionen. Die Verwendung der Abkürzung wurde hier gewählt, um über die unterschiedlichsten sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten über alle kulturellen, geographischen, sprachlichen und zeitlichen Grenzen hinweg sprechen zu können. Die Benutzung birgt aber auch einige Probleme, welche wir hier festhalten wollen: Auch wenn in der Abkürzung das „I“ und „T“ enthalten sind, sind insbesondere Inter*-, aber auch Trans*-Aktivist*innen und deren Anliegen in der LSBTIQ-Bewegung kaum vertreten sind. Gleichsam finden bisexuelle und queere Positionen häufig keinen Wiederklang in lesbisch-schwulen Identitätspolitiken. Die Abkürzung LGBTIQ* hat so einen einschränkenden und uniformierenden Charakter , der auch im Kontext postkolonialer Diskurse kritisch gesehen werden muss. Siehe auch: Sauer, Arn (2018): LSBTIQ-Lexikon. Grundständig überarbeitete Lizenzausgabe des Glossars des Netzwerkes Trans*Inter*Sektionalität. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn.
  9. OECD (2020), Gender Equality in Colombia: Access to Justice and Politics at the Local Level, OECD Publishing, Paris, https://doi.org/10.1787/b956ef57-en
  10. Johnston, Helen (2014). Südafrika: Die Wahlen 2014 aus feministischer Perspektive. Heinrich Boell Stiftung. https://www.boell.de/de/2014/05/08/wahlen-2014-suedafrika-stimmen-fuer-den-wandel
  11. UN Women (2016a). Global Database on Violence against Women – Colombia. UN Women. https://evaw-global-database.unwomen.org/en/countries/americas/colombia?#1
  12. UN Women (2016b). Global Database on Violence against Women – South Africa. UN Women. https://evaw-global-database.unwomen.org/pt/countries/africa/south-africa?formofviolence=fac5fe48636e4d3882bbd2ebbf29bd60#1
  13. UN Women (2016c). Global Database on Violence against Women – Germany. UN Women. https://evaw-global-database.unwomen.org/en/countries/europe/germany#3
  14. Amnesty International (2021). Corona-Krise im südlichen Afrika: Der gefährlichste Ort für Frauen und Mädchen ist das eigene Zuhause. https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/suedliches-afrika-corona-pandemie-gewalt-gegen-frauen-maedchen
  15. Tagessschau (2022, 22. Februar). Abtreibungen in Kolumbien legalisiert. Tagesschau. https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/abtreibung-kolumbien-101.html
  16. Cascais, Antonio (2022). Abtreibungen: Afrika wird liberaler – nur auf dem Papier?. DW: https://www.dw.com/de/abtreibungen-afrika-wird-liberaler-nur-auf-dem-papier/a-62476967
  17. Köver, Chris (2009). Legal, illegal, ganz egal. Miss Magazine. Archiv. https://missy-magazine.de/archiv/missy-0109/legal-illegal-ganz-egal/
  18. Ein Raum ausschließlich für Frauen und trans*Personen.
  19. Fraser, N. (1996). Widerspenstige Praktiken: Macht, Diskurs, Geschlecht. Suhrkamp, s. 163.
  20. Human Rights Watch (2016, 28. April). Colombia: Corte Constitucional avala matrimonio entre personas del mismo sexo. Human Rights Watch. https://www.hrw.org/es/news/2016/04/28/colombia-corte-constitucional-avala-matrimonio-entre-personas-del-mismo-sexo
  21. Heinrich Boell Stiftung (2019). „Wir brauchen eine zivilgesellschaftliche und feministische Bewegung im Land“. Interview mit Funeka Soldaat. Dossier Südafrika: 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid. https://www.boell.de/de/2019/04/30/suedafrikanische-townships-sind-sehr-gefaehrliche-orte-fuer-lgbtiq-personen

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